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Heiko

Schüler

  • »Heiko« ist der Autor dieses Themas

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1

17.07.2010, 16:00

54 Liter Corydoras weitzmani

Moin,

es ist Samstag und ich hab Zeit :)
Schnell mal ne Decke übers Aquarium und den Kopf um die ganzen Spiegelungen auszusperren und ein paar Fotos gemacht...




aber vorweg:

in einem anderen Forum habe ich mal ein Becken mit 54 Litern und extrem hartnäckigem Blaualgenbefall vorgestellt. Über gut zwei Jahre hatte ich alles versucht, diesen entgegen zu treten. Leider zunächst ohne sichtbare Erfolge.Trotz intensiver Bepflanzung, Kontrolle der Düngewerte, Veränderungen bei den Lichtverhältnissen etc etc... war nix zu machen.




Das Becken lief mit nem 2*24 Watt T5 Leuchtbalken. Besatz zu der Zeit war ein Pärchen Apistogramma borelii und ein paar Redfire Garnelen. Später folgte dann ein Pärchen Apitogramma panduro. Vor dem Umbau sah das Becken dann am Ende so aus:



Augenscheinlich gut, aber die Blaualgenpolster an Rück- und Seitenwänden waren nach wie vor sehr hartnäckig. Ein schwarzer Grundbelag und darüber Cyanos. Am Ende hab ich mich nicht mehr drum gekümmert. Ich hatte die Nase voll.

Im April diesen Jahres hatte ich dann das Glück, bei Aquaglobal in Berlin eine Führung mit anschliessendem Einkauf zu erleben. Ich kam nach Hause mit einer Kiste voller Fisch. Darunter eine 11er Gruppe Corydoras weitzmani. Die beiden Apistogramma sind kurzerhand in mein 450er zu den Skalaren gezogen und das Becken für die Corys war frei. Als erstes hab ich den Leuchtbalken entfernt und gegen eine Standard T8 Abdeckung getauscht. Von 48 Watt auf 15 Watt reduziert. Keine Reflektoren. Die Oberflächenbepflanzung habe ich dann komplett entfernt. Auch am Boden sehr stark ausgelichtet. Stehen geblieben sind zwei Echis, ein paar Stengel Sagittaria und einige Cryptocorynen. Im Hintergund hab ich dann noch ein paar Stengel Hygrophila polysperma platziert.

Der bis dahin seit nem Jahr unberührte Schwammfilter (Eigenbau mit 300l Strömungspumpe) wurde auseinander gebaut und einmal heiss gewaschen. Die Strömungsleistung hatte schon erheblich nachgelassen und die auf der Wurzel darüber befindliche Echinodorus hatte den Filter gut durchwurzelt. Die Blaualgenteppiche habe ich ein letztes Mal abgesaugt und dann die neuen Fische rein gesetzt.

Nunja... so sieht es heute aus:

Gesamtansicht:


Ansicht links...


Ansicht rechts... Echinodorus auf Wurzel


Die Probleme mit den Cyanos haben sich erledigt. Auch die schwarzen Beläge auf der Rückwand und den Seitenwänden (das Becken ist nur nach vorn offen) gehen zurück. Anscheinend hat die massive Lichtreduzierung den Algen so gar nicht gefallen. Mir solls recht sein :)

Wasserwerte hab ich nicht...
Wasserwechsel wöchentlich rund 20 - 30 Liter
Düngung täglich 1ml Ferrdrakon
Kein zusätzliches Co2
Gefüttert wird mit Lebend oder Frostfutter... abhängig von meiner Motivation an nen Tümpel zu gehen oder nicht.

Gruß

Heiko
“In the end we will conserve only what we love, we will love only what we understand and we will understand only what we are taught.” (Baba Dioum)

2

18.07.2010, 17:23

Hallo Heiko!

Interessanter Bericht.

Was mich mal wieder erstaunt ist, das "finger weg" und der Natur ihren lauf lassen mehr bringt, als wildes hantieren.

Die weizmanis bitte schön zur Zucht bringen, kenne da wen, dem diese Tiere besonders gefallen:D

LG
Sascha