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Dr.Tiki

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1

31.07.2010, 10:18

Wasserwerte - Richtwerte

Hallo Zusammen,

als Freifahrtschein habe ich den Thread niemals auslegen wollen. Ich habe absichtlich auch "Richtwert" darüber geschrieben, da ich selbst aus Erfahrung weiß, dass die "empfohlenen" Wasserwerte teilweise nicht eingehalten werden müssen. Auch die Temperaturangaben sind meist nur - wie gesagt - Richtwerte, welche auch mal abweichen können. Kap Lopez z.B. kommen aus dem Kongo wo die Wassertemperatur gut und gerne mal lange Zeit zwischen 26 und 28°C schwankt. Die Fische überleben dies natürlich problemlos.

Zu dem Buch muss ich allerdings sagen, dass ich es nicht schlecht finde. Natürlich darf man niemals sich zu 100% auf eine einzige Meinung stützen, aber allein aus tierschutzrechtlichen Gründen darf der Autor nichts schreiben, was schädlich für die Tiere wäre.
Allerdings habe ich mir absichtlich verkniffen, die Vergesellschaftungsbeispiele mit einzustellen, da mir dies etwas zu weit ging. Als Beispiel, wo wir schon bei Kap Lopez sind: Bei 25l können diese mit 8 Zwergbarben vergesellschaftet werden. :S Das empfinde ich dann schon als etwas überfüllt und möchte sowas auch nicht weiterempfehlen.

Aber an der Aussage, dass die genannten Fischarten in Nanos gehalten werden können, möchte ich dennoch festhalten. Dieses Buch hat mir zu vielen Nanobesatzideen verholfen, welche ich bei mir zu Hause umgesetzt habe und bei einem Freund ebenfalls (3 versch. Becken) erfolgreich ist. Ich habe in einem Nano Knurrende Guramis gehalten (ich muss allerdings sagen, dass meine WW gravierend abgewichen sind. Ich hab hier hartes Wasser und habe es nur 75:25 mit Osmosewasser verschnitten. Also rein rechnerisch noch ein Wert von 15°dH.
Von meiner Erfahrung mit dem Buch ausgehend habe ich dann angenommen, dass die restlichen Tipps ebenfalls umsetzbar sind. Allerdings wie Heiko schon sagte, müssen natürlich die Bepflanzung und das Futter ebenfalls stimmig sein. Da muss ich allerdings dazu sagen, dass ich mich im Falle der Kaufentscheidung vorher intensiv noch mit der Fischart befasse und mir mehrere Meinungen einhole, was bestimmt nicht jeder Anfänger macht.

Aber dann lasst uns doch das zum Anlass nehmen und die Liste aus dem Buch verfeinern, verbessern und mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen, damit wir nachher eine Liste bekommen die wir guten Gewissens hier einstellen können. Andererseits wird es dann auch wieder "Experten" und andere geben die diese Meinung nicht teilen.

Bis dahin, viele Grüße
Tom

2

31.07.2010, 10:42

Hallo Tom,

ich stimme Martin und Heiko zu. Die Angabe von Wasserwerten für die Hälterung von Fischen halte ich für problematisch. In den allermeisten Fällen besitzen die Arten eine sehr viel höhere Toleranz als die angegebenen Werte. Sehr schnell wird aus diesen Angaben nämlich die Fische brauchen "xy".
Berichtet lieber eure eigenen Haltungsbedingungen und Zuchterfolge, das ist authentischer und lässt sich leichter nachvollziehen. Oft wird dadurch auch eine große Bandbreite von Haltungsbedingungen dokumentiert.
Angaben über Vergesellschaftung, Balzverhalten, Futter etc. sind sehr viel aufschlussreicher als Wasserwerte.

Gruß Knut

3

31.07.2010, 13:47

Hallo,
grundsätzlich ein guter Ansatz, aber....... :)
Immer wenn ich von pH Werten von 6,5 und darunter lese, bin ich sofort gedanklich bei KH 1-2.
Oder es wird mit CO2 Zufuhr gewerkelt.
Wenn man so eine Aufzählung machen will sollte man wie schon gesagt miot den eigenen Becken anfangen und eben aus der Erfahrung heraus dann wirkliche Besonderheiten erwähnen.
Das hilft viel weiter als tabellenartige Aufzählungen. :)
Beste Grüße
Martin

Dr.Tiki

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4

31.07.2010, 15:05

Hallo Knut, Hallo Martin,

das geht mir genauso mit den Standard-Werten, nur irgendwo müssen die ja herkommen. Daher meinte ich ja, dass es maximal Richtwerte sein können, welche aber eine gute Haltung in den meisten Fällen garantieren. Abweichende Werte müssen ja nicht etwas schlechtes sein. Ich hab auch Knurrende Zwergguramis in ca. 15°dH gehalten. Bei dieser Härte hat sich bei mir automatisch ein pH-Wert von 7,4 eingestellt. Temperatur war durchgängig bei ca. 26°C. Und ich hatte nie irgendwelche Probleme mit den Kleinen.

Axelrodia

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5

31.07.2010, 18:20

RE: Fische für Nano-Aquarien

Hallo,

  • Feuersalmler (Hyphessobrycon amandae) # pH 5 - 6 # Temp. 24 - 28°C # Haltung: 12 Tiere
  • Schachbrett-Panzerwels (Corydoras habrosus) # pH 6 - 7,5 # Temp. 24 - 27°C # Haltung: mind. 8 Tiere

Die habe ich hier bei PH >7,5 nachgezogen, also soooo eng brauch man es dann wirklich nicht fassen. ;)
LG

6

01.08.2010, 11:41

Hi

Vielleicht geht man einfach mal den Fuzzy-Logik ansatz. Als pH-Wert würde das bieten:

sauer
eher sauer
neutral
eher alkalisch
alkalisch

Nur mal ein viel diskutiertes Beispiel: Neon würde ich als eher sauer beschreiben - soll heissen es geht auch gut über 7 aber wen man unter 7 rutscht tut man den Fischen nichts schlechtes.

Bei Guppys eben eher alkalisch

Man müsste dann nurnoch die "weichen Abstufungen definieren" und zwar möglichst "vage".

Als Defnition könnte ich mir Vorstellen:
Sauer => Tiere die für dauerhafte Haltung einen pH im saurer Bereich brauchen
eher sauer => Tiere die auch dauerhaft bei Wasserwerten über ph7 gehalten werden können, die aber in Ihrem natuerlichen Habitat oder bei der Zucht sauere Bedingungen haben sollten
neutral => Tiere denen pH-Wert egal ist, solange es nicht zu weit vom Neutralpunkt weg geht (ob man sagt 6-8 oder 5,5 -8,5 - eigentlich egal)
und so weite rund so fort?

Ich fände es wie geschrieben gut, wenn man sich von absoluten Zahlen etwas "distanziert". Ich hab häufig den Eindruck, daß sich 50% der Diskussionen bei Haltungsbedingungen um nachkommastellen beim pH-Wert drehen. Durch so einer Einteilung könnte man vielleicht auch manchem Einsteiger vermitteln, daß der pH-Wert häufig garnicht so wichtig ist, wie er gemacht wird.

Gruß Arne

7

01.08.2010, 12:14

Hallo,

man tut sich, wie man liest, enorm schwer eine Beschreibung zu finden. Warum ist das so? Wenn Fische die Toleranz besitzen ein breites pH Spektrum zu tolerieren und in diesen Wässern alt zu werden, dann ist der pH Wert egal.
Nun beobachtet man, dass verschiedene Fische in weich-saurem Wasser besser stehen, weniger anfällig sind, eher zu Balz und Ablaichen neigen etc.
Dann sind doch offensichtlich andere Parameter bestimmend und nicht der pH Wert. Möglicherweise korrelieren einige davon mit dem pH Wert. Beispiel: Bakterien haben ein Optimum im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. In aquaristisch sehr sauren Wässern (pH < 6) ist der "Keimdruck" möglicherweise deutlich geringer und das Immunsystem der Fische deutlich weniger gestresst.
Vielleicht spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle.
Zufällig ist der pH Wert leicht und schnell zu ermitteln und wohl auch einer der am häufgsten gemessenen Werte. Ist er aber auch für das verantwortlich, was wir sehr oft damit verbinden? Stichwort: Koinzidenz
Ich werde den pH Wert nicht mehr als Referenz für Haltungsbedingungen nennen, wenn nicht klar ist, der dieser Parameter auch wirklich verantwortlich ist.

Gruß Knut

8

01.08.2010, 16:02

Hallo



Wann es nur um die Haltung geht..man kann fast jeden Fisch außer große Karnivore Schwarzwasser Labyrinther( Und Sundadanios)...In nem Eimer mit Leitungswasser am Leben erhalten...



Fische die aus wirklich Saueren Gewässern kommen sprich ein PH unter 5..dennen macht ein PH von 7 nichts aus,selbst Fische wie Paedocypris progenetica die in Mooren vorkommen deren Ph um die 3 liegt ..die passen sich an,das einzige Problem ist das sich bei einem so hohen PH keine keine Gelege entwickeln oder jegliche Aktivität stark eingeschränkt wird. ( speziell Betta und Paros ) aber das ist ja kein Problem die meisten "Aquarianer" wollen ja nur Halten.Die Wasserhärte ist bei der Haltung ein anderes Kapitel,so tolerant Sie auch gegen über dem PH sind so untolerant sind viele Arten was die Härte betrifft.

9

01.08.2010, 18:37

Hi,
Die Wasserhärte ist bei der Haltung ein anderes Kapitel,so tolerant Sie auch gegen über dem PH sind so untolerant sind viele Arten was die Härte betrifft.
...um welche Arten handelt es sich denn da- kannst du das irgendwie eingrenzen? Wie sehen deine persönlichen Erfahrungen da aus? ...ich kann mir nicht vorstellen, daß ein paar Härtegrade nach oben oder unten (Ausgangsbasis sind die ständig postulierten Zahlen aus Fischdatenbanken bzw. der Literatur) irgendwelche negativen Auswirkungen haben werden (Stichwort: osmotischer Druck)...


Viele Grüße
Martin
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10

01.08.2010, 18:41

Hallo,

du beschreibst ein paar Arten, die die wenigsten Aquarianer in ihrem Becken haben und die auch nicht gerade zum Standartsortiment der Händler gehören. Und wie an anderer Stelle mal erwähnt: die Frage an den Händler: Wird besonders aufbereitetes Wasser im Laden für die Haltung irgendeiner Art benutzt? sollte auch diese Frage befriedigend für alle klären.

Nun ersetzt du in der Diskusssion pH durch Härte. Nur erstmal zum Verständnis: Härte ist für mich gleich mit Erdalkalimetallen, also im Wesentlichen Kalzium und Magnesium.
Dann erkläre bitte aucch, warum diese Stoffe ein Problem bei der Haltung sind.
Es bringt nämlich absolut gaar nichts nun eine neue Sau diúrchs Dorf zu treiben.

Gruß Knut

Heiko

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11

03.08.2010, 11:56

Wir weichen ab!

Hallo,

ich finde es sehr schade, dass aufgrund von Wasserwertediskussionen das eigenliche Thema nun ausser Acht gelassen wird. Es ging um eine Darstellung (am liebsten eigene Erfahrungen), welche Fische in kleineren Aquarien gehalten werden können. Das Thema Wasserwerte hat doch damit erstmal gar nichts zu tun. Soll es doch jedem selbst überlassen bleiben, wie er sein Wasser einstellt. Eine zum hundertsten Mal wiederholte Diskussion darüber langweilt mich eher.

Was haltet Ihr davon, das Thema abzuspalten und in einen gesonderten Thread zu setzen? Die verbliebenen Beiträge um die Wasserwerteangaben zu erleichtern und hier wirklich eine Erfahrungsliste auszuarbeiten?

Gruß

Heiko
“In the end we will conserve only what we love, we will love only what we understand and we will understand only what we are taught.” (Baba Dioum)

12

03.08.2010, 17:54

RE: Wir weichen ab!

Hallo Heiko,
Was haltet Ihr davon, das Thema abzuspalten und in einen gesonderten Thread zu setzen? Die verbliebenen Beiträge um die Wasserwerteangaben zu erleichtern und hier wirklich eine Erfahrungsliste auszuarbeiten?

jau, finde ich ok.


Viele Grüße
Martin
-Freiheit stirbt mit Sicherheit-

Dr.Tiki

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13

04.08.2010, 12:33

Hallo Leute,

mich würde mal interessieren, welche Fische anscheinend empfindlich auf osmotischen Druck (bedingt durch Wasserhärte) reagieren. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass sich Neontetras von hartem Wasser überhaupt nicht beeindrucken lassen. Anscheinend sollen aber Zwergfadenfische auf hartes Wasser mit Kümmerwuchs reagieren, aber das kann ich nicht bestätigen. Meine Zwergfadenfische wurden nur lethargisch, weil das Schaumnest zerstört wurde. Und als das Männchen sich deshalb zu Tode gestresst hat, hat das Weibchen (ähnlich wie eine Art Trauer) ebenfalls nicht mehr lange überlebt. Aber zwischenzeitlich habe ich von einem Freund erfahren, dass es bei ihm ähnlich war, obwohl er weiches Wasser hat. Also schließe ich nicht auf die Härte in dem Fall.
Wie gesagt interessiert mich deshalb ob dieses Gerede um den osmotischen Druck wirklich so wichtig (und vor allem richtig ist). Das einzige was ich vom osm. Druck gehört habe und auch als logisch empfinde, ist die Tatsache der Konzentrationserhöhung von Nitrit im Fisch. Aber das setzt natürlich höhere Nitratwerte im Wasser voraus.

Liebe Grüße,
Tom

14

04.08.2010, 13:36

Hallo,
Hallo Leute,

mich würde mal interessieren, welche Fische anscheinend empfindlich auf osmotischen Druck (bedingt durch Wasserhärte) reagieren.
die Körperflüssigkeiten der Fische sind im Süsswasser deutlich ionenreicher als das umgebende Süsswasser.
Es besteht also ein osmotischer Druck in sofern, als ständig Wasser über Kiemen, Haut etc. in den Fisch eindringt. Dieses Wasser muss er aktiv wieder los werden. Das kostet Energie.
Dieser Druck ist um so geringer, je härter das Wasser ist. Wobei ich mit Härte einmal alle Ionen zusammen fasse und nicht nur auf die wesentlichen Härtebildner Magnesium und Calcium beschränke. Aber auch in Bezug auf diese beiden Ionen ist die Verteilung ähnlich.
Also hartes Wasser ist energetisch günstiger für den Fisch.

Gruß Knut

Dr.Tiki

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15

04.08.2010, 16:47

Also hartes Wasser ist energetisch günstiger für den Fisch.
Hallo Knut,

aber ist es nicht so, dass bei hartem Wasser der Fisch die überschüssigen Ionen über den Urin wieder abgeben muss, dadurch mehr Wasser aufnehmen muss (welches ja wieder diese Ionen enthält, welche er eigentlich loswerden will)?
Also müsste man, wenn man sich über osmotischen Druck unterhält, immer im Kopf behalten, dass weiches Wasser eher schädlich für Fische sein kann, als zu hartes Wasser? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

Viele Grüße,
Tom

16

04.08.2010, 18:25

Hallo Tom,

du weißt was Osmose ist und wie sie funktioniert?
Der Fisch nimmt doch nur Wasser auf um das Konzentrationsgefälle auszugleichen, keine weiteren Ionen. Dieses Wasser muss er wieder los werden, das kostet Arbeit. Welche überschüssigen Ionen sollen denn dort abgegeben werden?
Schädlich ist es nicht, dafür besitzt der Fisch ja Mechanismen um das auszugleichen. Es kostet ihn nur zusätzlich Energie.

Gruß Knut

Dr.Tiki

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17

04.08.2010, 18:40

Hi Knut,

Zitat

du weißt was Osmose ist und wie sie funktioniert?
Um dir punktgenau antworten zu können, müsste ich meine Unterlagen mal wieder hervor holen (aber in etwa: Moleküle durchdringen eine halbdurchlässige Membran) - ich hab mein Abi auf dem Biotechnologischen Gymnasium gemacht und Osmose im Rahmen des menschlichen Körpers (menschl. Zellen) gelernt, aber schon viel wieder vergessen
Aus dem dort vermittelten kam aber meine Frage.
Der Fisch nimmt doch nur Wasser auf um das Konzentrationsgefälle auszugleichen, keine weiteren Ionen. Dieses Wasser muss er wieder los werden, das kostet Arbeit. Welche überschüssigen Ionen sollen denn dort abgegeben werden?
Schädlich ist es nicht, dafür besitzt der Fisch ja Mechanismen um das auszugleichen. Es kostet ihn nur zusätzlich Energie.
Wenn außerhalb des Fisches sehr hartes Wasser ist (viele Moleküle) und im Fisch weniger Moleküle, dann dringen die Moleküle von außerhalb ja in den Fisch ein. Eine übersättigte Zelle würde aber mit der Zeit "platzen", daher muss der Fisch die Konzentration des Moleküle ja regulieren in dem er sie wieder ausscheidet (über Urin, so machts der Mensch auch - z.B. bei zuviel Salz). Um urinieren zu können, brauchts vorher Wasser, welches aber wie oben beschrieben viele Moleküle enthält. Der Fisch nimmt also schon wieder Salze usw. auf welche er erneut loswerden muss. Darauf bezog ich meine Frage, wie hartes Wasser energetisch besser sein kann.
Und daher die Frage ob ich da was falsch verstanden habe :D Wie gesagt, ich müsste ansonsten mein BioTech-Buch wieder rauskramen.

Danke schon mal für die Erklärung,
viele Grüße,
Tom

18

04.08.2010, 18:44

Hallo,

Wenn außerhalb des Fisches sehr hartes Wasser ist (viele Moleküle) und im Fisch weniger Moleküle,
das trifft auf salines Wasser, also Meerwasser zu, nicht aber auf Süsswasser.

Gruß Knut

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19

05.08.2010, 10:37

moin

@ tom , ich bin kein chemiker oder biologe oder ähnliches , ich hab das für mein verständnis so geklärt , wasser ist ne lösung die aus wasser und " zusatzstoffen" besteht , zb calzium , bei der osmoseanlage bleiben die zusatzstoffe auf der einen membranseite , reines wasser dringt durch, was da im einzelnen passiert will ich garnicht wissen
die fischhaut bzw die zellwände funktionieren ähnlich , wasser dringt durch , alles andere bleibt zurück, der unterschied besteht dann darin , im salzwasser drückt zellwasser nach draussen , der fisch verliert flüssigkeit und würde vertrocknen , muss also aktiv nachtanken durch trinken , beim süsswasser dringt wasser ein, das zuviel muss raus und wird über die nieren zb ausgespült,

mich würde in diesem zusammenhang interessieren ob der " salzgehalt" in fischzellen bei allen gleich ist , also bei weichwasserfischen wie diskus , hartwasser und seewasser
Gruß aus Schaumburg

- wolfgang -

20

05.08.2010, 11:22

Hi

Ich hoffe das ich richtig liege aber hier mal ein Konstruiertes Beispiel

Zelle: Ausserhalb der Zelle:

5 Salzteile in 10 Wasserteilen | Membran | 15 Salzteile in 10 Wasserteilen

Es besteht ein Konzentrationsgefälle
Es werden 5 Wasserteile aus der Zelle "gepumpt"

Danach:

5 Salzteile in 5 Wasserteilen | Membran | 15 Salzteile in 15 Wasserteilen

Das Konzentrationsgefälle ist ausgeglichen, aber die Zelle ist nur noch "halb so feucht"!

Diese Bestrebung Konzentrationen auszugleiche nennt man Osmose. Salz kann nicht (so einfach) durch die Membran/ in die bzw. aus der Zelle wandern, so muss das Wasser durch die Membran wandern.

Deswegen wäre es gefährlich sehr große Mengen destilliertes Wasser zu trinken:

5 Salzteile in 10 Wasserteilen | Membran | 1 Salzteil in 41 Wasserteilen (mit 0 Salzteilen natürlich noch heftiger aber das reicht schon um das problem zu verdeutlichen)

Nach der Konzentrationsangleichung:
5 Salzteile in 50 Wasserteilen | membran | 1 Salzteil in 1 Wasserteil

Die Zelle kann irgendwann "Platzen".

...............

Sollte diese konstruierten Beispiele sachlich falsch sein - dann zerreist ich.

Gruß Arne