Bevor man darauf eingeht, muss erst einmal festgelegt werden, welcher Wert als "hoch" bezeichnet werden soll. So kann NO 3 = 5 mg/l für einige Pflanzen wie z.B. die Eichhornia azurea oder Chinersia ........ schon zu niedrig sein, für andere Pflanzen, wie z.B. Cryptocoryne cordata var "rosanervig" hingegen aber genau richtig.
Für die meisten Fische ist der NO3-Gehalt relativ unwichtig, solange er nicht über eine Grenze schreitet. Dieser Grenzwert kann ca bei 75 mg/l liegen, wobei normalerweise Eigelege und Jungfische damit schon nicht mehr zurechtkommen, da die fischinterne Sauerstoffumsetzung beeinträchtigt wird. Ich meine, ein Wert von ca 15 mg/l kann im allgemeinen als gut bezeichnet werden kann. Schlechtes Gewissen sollte ab NO3=30 mg/ltr einsetzen.
Sollte der Nitratwert deutlich höher liegen, muss vorab erkundet werden, ob es ein Dauer- oder Temporärzustand ist. Temporär kann er z.B. nach einer etwas zu ausgiebigen Fütterung ansteigen, oder wenn ein größerer Fisch unbemerkt gestorben ist und nun verwest. Sehr gefährlich, weil unsichtbar, ist es, wenn die Schnecken im Boden plötzlich komplett eingehen und das Wasser verderben lassen. Dieses kann z.B. nach einem Wasserwechsel geschehen, wenn der Kupfergehalt im Frischwasser zu hoch war. In jedem Falle ist bei einer temporären Krise ein Teilwasserwechsel angeraten, wobei die Bakterienflora zu schonen ist. Also nicht ungestüm den ganzen Mulm absaugen. Genau in diesem Mulm sitzen ja die Bakterien, die das Nitrat und die anderen Schadstoffe eliminieren.
Sollte es sich um einen Dauerzustand handeln, liegt der Verdacht nahe, dass der Filter nicht richtig arbeitet. Das kann verschiedene Ursachen haben.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Toxcicität des Nitrates auf den Fisch nicht abschließend geklärt ist. Die oben genannten Werte sind also nicht wissenschaftlich abgesichert, sondern reine Erfahrungswerte. Nicht das man die genannten Grenzen überinterpretiert!